Deutscher Kongress für Parkinson und Bewegungsstörungen
Interview mit Prof. Ebersbach

3 Fragen – 3 Antworten mit Prof. Dr. Georg Ebersbach

Highlight: Plenarsitzung PL-05 (MA) zum Thema "Multidisziplinäre Versorgung von Menschen mit Parkinson"

Welche Berufsgruppen sollen durch die Multidisziplinäre Akademie angesprochen werden ?

Unser Ziel ist es, alle Berufsgruppen miteinander ins Gespräch, die aktiv an der Versorgung von Menschen mit Parkinson teilnehmen. Der Austausch zwischen ärztlichem, therapeutischem und pflegerischem Personal ist ein wichtiges Anliegen der Betroffenen und steigert nicht nur die Arbeitsqualität, sondern auch Motivation und Arbeitszufriedenheit.

Von den Berufsperspektiven, künstliche Intelligenz, kognitive Therapie und Sexualität – das sind sehr unterschiedliche Themen. Wieso wird dies alles in einer Sitzung behandelt ?

Wir haben mit Bedacht Themen gewählt, die jeweils nicht nur eine Berufsgruppe ansprechen, sondern interdisziplinäre Aspekte haben und dazu anregen, über den „eigenen Tellerrand hinauszusehen“. Wir freuen uns auf eine lebhafte Diskussion der Teilnehmenden, die die speziellen Blickwinkel ihrer jeweiligen Professionen einbringen können.

Sind perspektivisch Veränderungen in der Versorgungslandschaft für Parkinson-Betroffene absehbar ?

Der demografische Wandel und die damit einhergehende Zunahme des Anteils älterer Menschen in der Bevölkerung wird dazu führen, dass neue Lösungen für die berufliche Integration von Menschen mit Parkinson und anderen altersassoziierten Erkrankungen gefunden werden müssen. Aus demselben Grund steht unsere Gesellschaft auch vor der Herausforderung, therapeutische Optionen für Menschen mit kognitiven Störungen intensiver zu erforschen.